
Erkrankungen der
Harnwege bei der Katze
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Die Blasenentzündung Wenn man
die Katze dabei beobachtet, daß sie sehr häufig die Katzentoilette
aufsucht, verzweifelt versucht Urin abzusetzen, ohne daß Flüssigkeit
aus der Harnröhre kommt, dabei schreit und weint, dann liegt der
Verdacht auf eine Blasenentzündung nahe. Auffällig dabei ist, daß oft
ein trüber - zuweilen sogar blutiger - Urin abgesetzt wird. Eine zusätzliche Wirkung hat die Ansäuerung des Urins, da im leicht sauren Milieu die Medikamente besser wirken. Dazu wird vom Tierarzt eine Paste verordnet, die die Patienten meist problemlos fressen. Bei schweren Schmerzen infolge einer Blasenentzündung wird der Tierarzt zusätzlich krampflösende Mittel injizieren oder als Tabletten geben, damit der Patient leichter Harn absetzen kann. Urolithiasis (Harnsteine) Das bedeutet, daß größere Konkremente aus Mineralsalzen und Mukoproteinen in den Harnwegen gefunden werden. Diese bestehen meist aus Tripelphosphaten (anders als beim Hund ). Die Tiere versuchen verzweifelt Urin abzusetzen, was aber nur tropfenweise gelingt: die letzten Tropfen können dabei blutig sein! Durch den Harnstein kann es wiederum zu einer ganz massiven Blasenentzündung oder sogar zu einer Vergiftung des Körpers mit Harnstoff kommen. Die einzige Therapiemöglichkeit besteht durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem die Steinchen aus der Blase entfernt werden bzw. in einem - nur unter einer leichten Narkose durchführbaren - Freispülen der Harnröhre. Bei der Nachbehandlung sind eine gezielte Antibiotikatherapie und eine Diät wichtig, die lange Zeit durchzuführen sind. Wichtig bei den oben geschilderten Erkrankungen ist ein schnelles und gezieltes Handeln, und eine ausreichend lange Behandlung. Wir wünschen Ihnen viel Freude mit Ihrem Tier! |